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Fabel
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Die Fabel (lateinisch fabula, âGeschichte, Erzählung, Sageâ) bezeichnet eine in Versen oder Prosa verfasste, kĂźrzere Erzählung mit belehrender Absicht, in der vor allem Tiere, aber auch Pflanzen und Dingliches oder fabelhafte Mischwesen menschliche Eigenschaften besitzen (Personifikation) und auch menschlich handeln (Bildebene). Die Dramatik der Fabelhandlung zielt auf eine Schlusspointe hin, an die sich meist eine allgemeingĂźltige Moral (Sachebene) anschlieĂt. Durch die (leichte) Erkennbarkeit der Lehre unterscheidet sich die Fabel von anderen Formen didaktischer Dichtung wie dem Gleichnis oder der Parabel. Die Moral bietet oft einen Interpretationsspielraum.
Contents
⢠Tierfabel
⢠Pflanzenfabel
⢠Siehe auch
⢠Mittelalter
⢠Frßhe Neuzeit
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Gattungsgeschichte
AuĂereuropäisches Altertum
In Sumer wurden Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. Erzählungen wie die Fabel vom klugen Wolf und den neun dummen WÜlfen als Lehrtexte in den Schulen verwendet. 1927 ßbersetzte der Altorientalist Erich Ebeling antike vorderasiatische Fabeln ins Deutsche.cite-ref-1[1]
Fabeln sind in unterschiedlichen Sprachen aus Mesopotamien, Anatolien und der Levante Ăźberliefert. Die zweisprachigen hethitisch-hurritischen Fabeln (hethitische Fassung ca. 1400 v. Chr., hurritische Ăberlieferung ca. 16.â17. Jahrhundert v. Chr.) gehĂśren zu den wichtigsten Fabelsammlungen des Altertums. Aus dem alten Ăgypten sind keine Fabeltexte, aber Bilder von Tierfabeln (oder Tiermärchen) bekannt. Die Ninurta-Uballitsu-Fabelsammlung (Assyrien, 716 v. Chr.) ist die älteste, datierte Sammlung, deren Herausgeber bekannt ist.cite-ref-2[2]
Bekannt sind die altindische Fabelsammlung Panchatantra, sowie deren Ăbersetzung und Bearbeitung ins Arabische (vermittelt Ăźber das Persische) KalÄŤla wa Dimna und schlieĂlich die Fabeln des Arabers Luqman.
Europäische Antike
Als BegrĂźnder der europäischen Fabeldichtung gilt Ăsop, der um 600 v. Chr. als Sklave in Griechenland lebte. Ăsops Fabeln fanden Ăźber Phaedrus, Babrios und Avianus Eingang in das mittelalterliche Europa.
Die älteste Ăźberlieferte Fabel findet sich in Hesiods Lehrgedicht Werke und Tage. In der Antike wurde die Fabel nicht als literarische Gattung angesehen. Sie wurde häufig als rhetorisches Element verwendet. So schreibt Aristoteles in seiner Rhetorik Ăźber Beispiele in Reden und nennt die Fabel von Ăsop (als fingiertes Beispiel) und das historische Ereignis. Beispiele fĂźr die Verwendung in der lateinischen Literatur finden sich bei Horaz (Die Fabel von der Stadtmaus und der Landmaus. Sermo II,6 Zeile 79â105) und bei Livius (Die Fabel vom Magen und von den Gliedern.).
Erst Phaedrus schrieb FabelbĂźcher, die vor allem durch eine Prosabearbeitung, das Romulus-Corpus, verbreitet wurden.
Europäisches Mittelalter
Als eine mit der Fabel verwandte epische GroĂform mit anthropomorphisierten Tieren als handelnden Figuren entstehen ab dem 11. Jahrhundert in Deutschland Tierepen wie die Ecbasis captivi der Reineke Fuchs oder der Ysengrimus. Als ältester Fabeldichter in deutscher Sprache kann der mittelhochdeutsche Dichter Der Stricker gelten, dessen Werke ab Mitte des 13. Jahrhunderts datiert werden. Die älteste deutschsprachige Fabelsammlung ist wohl Ulrich Boners Edelstein (etwa 1324). Unter dem Titel Dialogus creaturarum (Gespräch der GeschĂśpfe) wurde eine um 1400 entstandene und bis ins 16. Jahrhundert anonyme Sammlung von 122 Fabeln in lateinischer Sprache bekannt, die ins Niederländische und FranzĂśsische Ăźbersetzt und ab 1480 in Gouda, Antwerpen, KĂśln und Stockholm mit Holzschnittillustrationen auch im Druck.
Europäische Frßhe Neuzeit
Die Fabelliteratur verbreitete sich seit Beginn der FrĂźhen Neuzeit in ganz Europa als eine standesĂźbergreifende populäre Literaturgattung. Philipp Melanchthon (1497â1560) empfahl 1528 die LektĂźre der Fabeln Ăsops gleich nach dem Erwerb der Lesefähigkeit fĂźr die zweite Klasse einer fĂźr alle Kinder im KurfĂźrstentum Sachsen als verpflichtend vorzusehenden Lateinschule.cite-ref-3[3] Martin Luther (1483â1546) erklärte in der Vorrede zu seiner deutschen Ăbersetzung der Fabeln des Ăsop, dass die âFĂźrsten und Herrnâ die Wahrheit, die sie sonst von keinem Weisen hĂśren und ertragen mĂśchten, âunter einer lustigen LĂźgenfarbe und lieblichen Fabeln kleidenâ und âdurch Thierer und Bestien mundâ zu hĂśren bekommen kĂśnnten, warnt dann aber doch, dass dennoch selbst Ăsop âumb der Warheit willen ertĂśdtet sey/ und jn nicht geholfen hat/ das er in Fabeln weise/ als ein Narr [âŚ] / solche Warheit die Thiere hat reden lassen/ Denn die Warheit ist das unleidlichste ding auff Erden.âcite-ref-4[4]
Mit der Ausgabe von Les Fables du tresancien Esope Phrigien,cite-ref-6[5] bei der eine franzĂśsische Paraphrase jeder Fabel des Aesop durch ein Emblem aus einem kurzen franzĂśsischen Lemma, einem Holzschnitt als Ikon und einem vierzeiligen franzĂśsischen Epigramm eingeleitet wird, erfand Gilles Corrozet (1510â1568) 1542 ein neues Format,cite-ref-7[6] das als âemblematische Fabelâ bezeichnet wird.cite-ref-0-8-0[7] In zahlreichen Auflagen etwa mit den sorgfältiger gestalteten Holzschnitten von Bernard Salomon (1506â1561)cite-ref-9[8] oder in eigenständigen lateinischen Nachdichtungen wie der des Gabriello Faerno (1510â1561) von 1567cite-ref-10[9] fand die emblematische Fabel reiche Nachfolgecite-ref-0-8-1[7]cite-ref-11[10]cite-ref-12[11]cite-ref-13[12] und befĂśrderte die weite Verbreitung der Fabel im 16. und 17. Jahrhundert als ethikdidaktischecite-ref-14[13] und politisch-kritischecite-ref-15[14] Bild- und Literaturgattung in ganz Europa. Bald schon folgten niederländische Nachdichtungen wie die des Eduard De Dene (1505â1576) mit den erzählerisch reichen Radierungen des Marcus Gheeraerts des Ălteren (etwa 1520/1521 bis nach 1586 und vor 1604) von 1567,cite-ref-16[15]cite-ref-17[16] die von Philipp Galle (1537â1612) opulent bebilderte anonyme franzĂśsischsprachige Fabelsammlung von 1578cite-ref-18[17] und die niederländische Fabeledition Joost van den Vondels (1587â1679) von 1617 mit den noch einmal szenisch gesteigerten Radierungen.cite-ref-19[18] In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts waren besonders die franzĂśsischsprachige Nachdichtung Pierre Millots von 1646 nach Ăsopcite-ref-20[19] und Jean de La Fontaines (1621â1695) Anthologie groĂenteils selbst verfasster Fabeln von 1668 in ganz Europa bekannt.cite-ref-21[20]
Im deutschsprachigen Raum erreichte die Fabeldichtung während des 18. Jahrhunderts ihren HĂśhepunkt. Die schlichte lehrhafte Fabel wurde nun als Opposition zum abgelehnten âSchwulstâ des hĂśfischen Pathos stilisiert.cite-ref-22[21] AngestoĂen wurde die deutsche Fabeldichtung vor allem durch Antoine Houdar de la Mottes (1672â1731) Discours sur la Fable (1719). La Mottes Fabelbuch wurde von Dichtern wie Daniel Wilhelm Triller (1695â1782) zum Ausgangspunkt genommen, um Anschluss an die deutsche Fabeltradition des Humanismus zu finden. Erst in den 1740er-Jahren setzte mit Christian FĂźrchtegott Gellert (1715â1769) auch eine stilistische Rezeption der franzĂśsischen Fabeldichtung, insbesondere derer von Jean de La Fontaine, ein. Charakteristisch fĂźr die Fabeln von La Fontaine ist u. a. der Verzicht auf ein belehrendes Epimythion zugunsten von Ironie. Dies wurde von den deutschen Fabeldichtern Ăźbernommen. Ziel war es nun, den Leser indirekt zum richtigen Urteilen zu erziehen, statt ihm explizite Lebensratschläge zu geben. Die Fabeln des mittleren 18. Jahrhunderts sind stark selbstreferenziell und weichen vom klassischen Fabelpersonal ab: Es gab jetzt mehr Menschenfabeln, und auch die Zahl der SingvĂśgel in den Fabeln wuchs an.cite-ref-23[22] Dies ist auch bei Gotthold Ephraim Lessing (1729â1781) zu beobachten. Lessing plädierte fĂźr eine RĂźckkehr zum antiken Fabelmodell und schrieb seine Fabeln (1759) durchgängig in Prosa. Er ist der bedeutendste Referenzautor fĂźr die heutigen Fabeldefinitionen.
François-Joseph Terrasse Desbillons SJ (1711â1789) verfasste in der Tradition der europäischen Antike wieder lateinische Fabeln.
Eine reiche Fabeltradition hat sich auch in Polen entwickelt. Zu nennen ist hier besonders Ignacy Krasicki (1735â1801).
Moderne und Gegenwart
In Deutschland haben Matthias Claudius (1740â1815), Franz Grillparzer (1791â1872) , Heinrich Heine (1797â1856), Wilhelm Busch (1832â1908), Franz Kafka (1883â1924), Wolfdietrich Schnurre (1920â1989) und Reiner Kunze (* 1933) vereinzelt Fabeln verĂśffentlicht.
In Russland ist Iwan Andrejewitsch Krylow (1769â1844) der bedeutendste Fabeldichter.
1945 verÜffentlichte George Orwell mit Farm der Tiere eine Parabel auf die Geschichte der jungen Sowjetunion. Die Tiere repräsentieren hier gesellschaftliche Gruppen, einige kÜnnen sogar mit historischen PersÜnlichkeiten identifiziert werden.
In den 1950er-Jahren reaktivierte vor allem James Thurber (1894â1961) (Fables of Our Time und New Fables of Our Time) die seit dem Biedermeier marginalisierte Gattung.
Zu nennen sind auch die Fabeln des SĂźdamerikaners Augusto Monterroso (1921â2003).
Der deutsche Schriftsteller und Illustrator Walter Moers verĂśffentlichte 2024 das Buch Das EinhĂśrnchen, das rĂźckwärts leben wollte. In diesem Werk schrieb er zwanzig âFlabelnâ auf, eine Literaturgattung aus Moers Fantasyuniversum âZamonienâ. Der Begriff âFlabelâ sei hierbei eine AbkĂźrzung des Begriffs âLachfabelâ. Moers modernisiert seiner eigenen Aussage nach die Fabel und holt diese in das 21. Jahrhundert durch Kritik an der Gattung, Ironie und Witz.cite-ref-24[23]
Charakteristische Merkmale einer Fabel
⢠In Fabeln werden meistens kein genauer Ort und keine Zeit genannt.
⢠Im Mittelpunkt der Handlung stehen oft Tiere, seltene Pflanzen oder Dinge, denen menschliche Eigenschaften zugeordnet sind.
⢠Die Tiere handeln, denken und sprechen wie Menschen und stellen meist charakteristische Stereotype dar.
⢠Die Fabel will belehren und unterhalten (fabula docet et delectat).
⢠Nach Lessing soll die Fabel einen allgemeinen moralischen Satz auf einen besonderen Fall zurßckfßhren und diesen dann in Form einer Geschichte darstellen.
⢠Die Personifikation der Tiere dient dem Autor häufig als Schutz vor Bestrafung o. Ă., denn er Ăźbt keine direkte Kritik, etwa an Zeitgenossen.
⢠Häufiges Fabelthema, vor allem im Zeitalter der Aufklärung, ist die Ständeordnung und die Kritik an ihr.
⢠In der Fabel herrscht eine Einheit von Ort, Zeit und Handlung. Die Situation findet nur an einem einzigen Ort und in einer kurzen Zeitspanne statt.
⢠Es gibt nur eine Haupthandlung und keine Nebenhandlungen.cite-ref-25[24]
⢠Eine Fabel bedient sich meist einer einfachen Sprache, um allgemein verständlich zu sein.
MĂśglicher Aufbau einer Fabel
Anamythion oder Promythion: Ein vorangestellter Lehrsatz (eher selten)
⢠Ausgangssituation
⢠Konfliktsituation
⢠Aktion oder Rede
⢠Reaktion oder Gegenrede
⢠LÜsung / Ergebnis
Epimythion: Ein nachgestellter Lehrsatz (vgl. âDie Moral von der Geschichtââ).
In der Regel enthält eine Fabel entweder ein Anamythion oder ein Epimythion. Ein solcher Lehrsatz wird manchmal gar nicht explizit genannt, damit der Leser ihn selbst herausfindet oder weil er ganz offensichtlich ist. Die Fabel dient bei vorgestelltem Lehrsatz als plastische Verdeutlichung einer Lehre, im häufiger vorkommenden nachgestellten Lehrsatz ist sie die Geschichte, die den Leser auf ein Problem stĂśĂt.
Tierfabel
Tierfabeln sind Fabeln, in denen Tiere wie Menschen handeln und menschliche Eigenschaften haben. Anders als im Roman entwickeln sich die Figuren in der Regel nicht weiter, sondern weisen stabil bleibende CharakterzĂźge auf. Den Tieren werden dabei in der Regel Eigenschaften zugeschrieben, die sich in fast allen Fabeln gleichen, sodass der Fuchs z. B. als listig dargestellt wird, der Esel als dumm und der Wolf als bĂśse.cite-ref-uni-27-0[26]
In der Tierfabel wird der personifizierte Charakter des Fabeltieres durch einen charakteristischen Namen unterstrichen.
Tiere und ihre Fabelnamen
tiernamen
Tiernamen nach der germanischen Fabeltradition
| Name | Tier | Charakter | Anmerkungen; Literaturbeispiel |
|---|---|---|---|
| Adebar | Storch | stolz | |
| Adelheid | Gans | geschwätzig | anderer Name: Alheid; âZu guter Letztâ von Wilhelm Busch |
| Arbnora | Igel | introvertiert | |
| Ăugler | Kaninchen | vorlaut, frech | â Reineke Fuchs â von Johann Wolfgang von Goethe |
| Bellyn | Widder | ängstlich, schwach, aber klug | |
| Bokert | Biber | fleiĂig und arbeitsam (arbeitswĂźtig) | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Boldewyn | Esel | stĂśrrisch, faul | |
| Braun | Bär | stark, kriegerisch, tumb, unklug | auch: Meister Petz ; âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Elster | Elster | diebisch, eitel | â Der Adler und die Elster â ( de La Fontaine ) |
| Ermelyn | Fähe | listig und schlau | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Gieremund | WĂślfin | bĂśse, dem Bauch gehorchend | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Grimbart | Dachs | bedächtig, ruhig | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Henning | Hahn | eitel und schlau | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Hinze | Kater | eigenwillig | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Hylax | Hund | treu und gutherzig | |
| Isegrim | Wolf | dem Bauch gehorchend | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| KratzefuĂ | Henne | eitel | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Lamb | Lamm | unschuldig, wehrlos | |
| Leo, Leu, Nobel | LĂśwe | stolz, mächtig, gefährlich | â Der LĂśwe und die Maus â von Ăsop |
| Lupardus | Leopard | gerissen | |
| LĂźtke | Kranich | bĂźrokratisch | â Reineke Fuchs â von Goethe |
| Lynx | Luchs | vorsichtig | |
| Markart | Häher | vorlaut | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Martin | Affe | eitel, intrigant | âReineke Fuchsâ von Goethe |
| Meister Lampe | Hase | vorlaut und ängstlich | |
| Meister Petz | Bär | gutmĂźtig, naiv | âDer Tanzbärâ von Christian FĂźrchtegott Gellert |
| Merkenau | Krähe | naseweis | |
| Metke | Ziege | meckernd, stur, unnachgiebig | âDie zwei Ziegenâ von Albert Ludwig Grimm |
| Murner | Katze | schläfrig | âLeben und Schicksale des Katers Rosaurusâ von Amalie Winter |
| PflĂźckebeutel | Rabe | eitel und dumm, besserwisserisch, diebisch | â Vom Fuchs und Raben â von Ăsop |
| Reineke | Fuchs | schlau und hinterlistig | â Matten Has â von Klaus Groth |
| Swinegel | Igel | schlau | â Der Hase und der Igel â von Ludwig Bechstein |
| Tybbke | Ente | dumm | â Reineke Fuchs â von Goethe |
| Wackerlos | HĂźndchen | affektiert | âReineke Fuchsâ von Goethe |
Bekannte Tierfabeln
allgemein und Sammlungen
⢠Ecbasis captivi
⢠Farm der Tiere (verfilmt als Aufstand der Tiere)
⢠Kalčla wa Dimna
⢠Koie Buch
⢠Panchatantra
nach Tierart
⢠Meister Bockert
⢠Froschmeuseler
⢠Reineke Fuchs
⢠Roman de Renart
⢠Matten Has
⢠Meister Lampe
⢠Unten am Fluss (Kaninchen)
⢠Kleine Fabel (Maus)
Pflanzenfabel
Fabeldichter und -Ăźbersetzer (Auswahl)
â
Hauptartikel
:
Liste von Fabeldichtern
⢠Ăsop (um 600 v. Chr.)
⢠Phaedrus (um 20 v. Chr. â um 50 n. Chr.)
⢠Babrios (im 2. Jh. n. Chr.)
⢠Petrus Alfonsi (11./12. Jahrhundert)
⢠Leonardo da Vinci (1452â1519)
⢠Biernat von Lublin (1465â1529)
⢠Martin Luther (1483â1546)
⢠Hans Sachs (1494â1576)
⢠Eduard De Dene (1505â1576)
⢠Gabriello Faerno (1510â1561)
⢠Gilles Corrozet (1510â1568)
⢠Bartosz Paprocki (1540â1614)
⢠Wolfhart Spangenberg (1567â1636)
⢠Joost van den Vondel (1587â1679)
⢠Jean de La Fontaine (1621â1695)
⢠Antoine Houdar de la Motte (1672â1731)
⢠Daniel Wilhelm Triller (1695â1782)
⢠François-Joseph Terrasse Desbillons SJ (1711â1789)
⢠Christian FĂźrchtegott Gellert (1715â1769)
⢠Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719â1803)
⢠Magnus G. Lichtwer (1719â1783)
⢠Gotthold Ephraim Lessing (1729â1781)
⢠Ignacy Krasicki (1735â1801)
⢠Matthias Claudius (1740â1815)
⢠Johann Heinrich Pestalozzi (1746â1827)
⢠Jean-Pierre Claris de Florian (1755â1794)
⢠Iwan Andrejewitsch Krylow (1769â1844)
⢠Christian August Fischer (1771â1829)
⢠Wilhelm Hey (1789â1854)
⢠Franz Grillparzer (1791â1872)
⢠Heinrich Heine (1797â1856)
⢠Pierre Lachambeaudie (1806â1872)
⢠Wilhelm Busch (1832â1908)
⢠Joel Chandler Harris (1848â1908)
⢠Elieser Steinbarg (1880â1932)
⢠Franz Kafka (1883â1924)
⢠James Thurber (1894â1961)
⢠Wolfdietrich Schnurre (1920â1989)
⢠Augusto Monterroso (1921â2003)
⢠Helmut Arntzen (1931â2014)
⢠Reiner Kunze (* 1933)
Siehe auch
⢠Forschungen eines Hundes, Erzählung mit Fabelcharakter von Franz Kafka
⢠Jataka
⢠Fabliau
⢠Fazetie
⢠Flohliteratur
⢠Märchen
Gedruckte Fabelsammlungen
Mittelalter
Dyalogus creaturarum. Dat is Twispraec der creaturen. Gheraert Leeu, Gouda 1481 (Digitalisat in Internet Archive).
FrĂźhe Neuzeit
⢠Gilles Corrozet: Les fables du tresancien Esope phrygien. Denis Janot, Paris 1542 (Digitalisat in Mßnchener DigitalisierungsZentrum); Jean de Tournes, Guillaume Gazeau, Lyon, 1549 (mit Illustrationen von Bernard Salomon) (Digitalisat in Herzog August Bibliothek Wolfenbßttel).
⢠Gabriello Faerno: Centum Fabulae ex antiquis auctoribus delectae. Christoffel Plantijn, Antwerpen 1567 (Digitalisat in Mßnchener DigitalisierungsZentrum).
⢠Eduard De Dene (Text), Marcus Gheeraerts der Ăltere (Radierungen): De warachtighe fabulen der dieren. Pieter de Clerck, BrĂźgge 1567 (Digitalisat in Gallica).
⢠Anonym: Esbatement moral des animaux. Gerard Smits fßr Philipp Galle, Antwerpen 1578 (Digitalisat in Gallica).
⢠Joost van den Vondel: Vorsteliicke Warande der dieren. Dirk Pietersz. Pers, Amsterdam 1617 (Digitalisat in Google Books).
⢠Pierre Millot: Les Fables dâAesope traduites fidèlement du Grec avec un Choix de plusieurs autres Fables attribuĂŠes Ă Aesope par des Autheurs anciens. Joseph Tainturier, Bourg-en-Bresse 1646 (Digitalisat in Gallica).
⢠Jean de La Fontaine: Fables choisies, mises en vers. Denys Thierry, Paris 1668 (Digitalisat in Google Books).
Moderne und Gegenwart
⢠Theodor Etzel: Fabeln und Parabeln der Weltliteratur. Komet Verlag, KÜln o. J., ISBN 3-89836-388-0 (Neuausgabe, mit 101 Originalillustrationen).
⢠Fabeln aus drei Jahrtausenden, Auswahl und Nachwort von Reinhard Dithmar, mit 23 Holzschnitten, davon 16 koloriert, Manesse Verlag, Zßrich 1998, ISBN 3-7175-1520-9.
⢠Dirk Seliger: Fabeln. Buch 1â3. amicus Verlag, FĂśritz 2002, 2005 und 2006, ISBN 978-3-935660-11-2, ISBN 978-3-935660-24-2, ISBN 978-3-935660-86-0 (mit zahlreichen Illustrationen aus der Hand des Autors).
⢠Irmgard Harrer (Hrsg.): Das Fabelbuch von Aesop bis heute. Annette Betz Verlag im Verlag Carl Ueberreuter, Wien / MĂźnchen 2003, ISBN 3-219-11104-1 (illustriert von Silke Leffler, ausgezeichnet in Ăsterreich als schĂśnstes Buch des Jahres 2003).
⢠Florian Russi: Der verliebte Schwan und 35 weitere Fabeln. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2016, ISBN 978-3-95462-708-0.
Literatur
⢠Reinhard Dithmar: Die Fabel. Geschichte, Struktur, Didaktik. 4. Auflage. SchÜningh, Paderborn 1974, ISBN 3-506-99152-3.
⢠Klaus Doderer: Fabeln. Formen, Figuren, Lehren. dtv, Mßnchen 1982, ISBN 3-423-04276-1.
⢠Hans-Joachim Fischer: Fabeltiere â im Spiegel der Tiere den Menschen erblicken. In: Sache â Wort â Zahl, 86 (2007) S. 4â7.
⢠Niklas Holzberg: Die antike Fabel. Eine Einfßhrung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, 2., verbesserte und erweiterte Auflage 2001, 3., bibliographisch aktualisierte Auflage 2012.
⢠Erwin Leibfried: Fabel (Sammlung Metzler, Band 66). 4., durchgesehene und ergänzte Auflage. J.B. Metzler. Stuttgart 1982, ISBN 978-3-476-14066-1.
⢠Eleanor Marston: Fabelhaft. Die Welt der Fabeltiere. Ein Ratespiel. edition Bßchergilde, Frankfurt am Main 2011, EAN 4260118010339.
⢠Max Plessow: Geschichte der Fabeldichtung in England bis zu John Gay (1726). Nebst Neudruck von Bullokars âFables of Aesopâ 1585, âBooke at largeâ 1580, âBref Grammar for Englishâ 1586, und âPamphlet for Grammarâ 1586. Mayer und MĂźller, Berlin 1906 (Digitalisat in Internet Archive)
⢠Barbara Tiemann: Fabel und Emblem. Gilles Corrozet und die franzÜsische Renaissance-Fabel. In: Humanistische Bibliothek. Reihe 1, Abhandlungen 18. Fink, Mßnchen 1974.
⢠Baltmannsweiler 2009, ISBN 978-3-8340-0563-2, S. 172â173, 179â181, 273â279.
⢠Bernd A. Weil: Fabeln: Verstehen und Gestalten. Fischer, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-88323-379-X.
⢠Joachim Wittkowski: Docet fabula? Anmerkungen zu neuen Fabeln. In: Beiträge Jugendliteratur und Medien, 57. Jahrgang, Heft 2, 2005.
⢠Das Fabellied. Ursprung und Entwicklung, in: Szene und Musik. Festschrift fĂźr W. Braun. Herausgegeben von R. Appel, K.W. Geck und H. Schneider, SaarbrĂźcken 2001, S. 145â222.
Weblinks
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⢠Eine groĂe Sammlung alter Fabeln und Anekdoten
⢠Sammlung neuer und alter Fabeln
Einzelnachweise
cite-note-11. â Erich Ebeling: Die Babylonische Fabel und ihre Bedeutung fĂźr die Literaturgeschichte. 1927.
cite-note-22. â Kazya Akimoto: Ante-Aesopica: Fable Traditions of Ancient Near East. Nashville 2010 (UMI/ProQuest AAT 3441951).
cite-note-33. â Philipp Melanchthon: Unterricht der Visitatorn an die Pfarhern ym Kurfurstenthum zu Sachssen. Nickel Schirlentz, Wittenberg 1528, s.p. [fol. 44v]. Abgerufen am 31. März 2024.
cite-note-44. â Martin Luther: Etliche Fabeln aus Esopo [âŚ] verdeudscht / sampt einer schĂśnen Vorrede / von rechtem Nutz und Brauch desselben Buchs / jederman wes Standes er auch ist / lustig und dienslich zu lesen. Anno M. D. XXX. In: Martin Luther: Der FĂźnffte Teil aller BĂźcher und Schrifften des thewren, seligen Mans Gottes Doct. Martini Lutheri. Vom XXX. jar an / bis auffs XXXIII. Christian RĂśdingers Erben, Jena 1557, fol. 285vâ290r, hier fol. 286râv. Abgerufen am 31. März 2024.
cite-note-65. â Gilles Corrozet: Les fables du tresancien Esope phrygien. Denis Janot, Paris 1542. Abgerufen am 31. März 2024 (franzĂśsisch).
cite-note-76. â Gilles Corrozet: Les fables du tresancien Esope phrygien. Denis Janot, Paris 1542. Abgerufen am 31. März 2024 (franzĂśsisch).
cite-note-0-87. â Barbara Tiemann: Fabel und Emblem : Gilles Corrozet und die franzĂśsische Renaissance-Fabel. In: Humanistische Bibliothek. Reihe 1, Abhandlungen 18. Fink, MĂźnchen 1974.
cite-note-98. â Gilles Corrozet: Les fables du tresancien Esope phrygien. Jean de Tournes, Guillaume Gazeau, Lyon 1549 (mit Illustrationen von Bernard Salomon). Abgerufen am 31. März 2024 (franzĂśsisch).
cite-note-109. â Gabriello Faerno: Centum Fabulae ex antiquis auctoribus delectae. Christoffel Plantijn, Antwerpen 1567. Abgerufen am 31. März 2024 (Latein).
cite-note-1110. â Hans-Joachim Raup: Vondel und das Problem der Fabeldichtung nach 1600. Anmerkungen zu âVorsteliicke Warande der Dierenâ. In: Herman Vekeman, Herbert van Uffelen (Hrsg.): Jetzt kehr ich an den Rhein. Eine Aufsatzsammlung zu Vondels 400. Geburtstag. Frank Runge, KĂśln 1987, ISBN 3-925464-05-0, S. 245â269.
cite-note-1211. â Dirk Geirnaert, Paul J. Smith: The Sources of the Emblematic Fable Book âDe warachtighe fabulen der dierenâ (1567). In: John Manning, Karel Porteman, Marc van Vaeck (Hrsg.): The Emblem Tradition in the Low Countries. Selected papers of the Leuven International emblem conference, 18â23 August, 1996. Brepols, Turnhout 1999, ISBN 2-503-50946-0, S. 23â38.
cite-note-1312. â Paul J. Smith: Het schouwtoneel der dieren. Embleemfabels in de Nederlanden (1567 â ca. 1670). Verloren, Hilversum 2006, ISBN 90-6550-855-4. Abgerufen am 31. März 2024 (niederländisch).
cite-note-1413. â Sebastiaan S. Hesselink, Agnes M.L. Kerssemakers: Fable Books. In: Sebastiaan S. Hesselink, Agnes M.L. Kerssemakers (Hrsg.): The Childrenâs World of Learning. 1480â1880. With some Additions Printed in the Twentieth Century. A Collection of Printed Books, Manuscripts, Broadsides and Prints Illustrating Four Centuries of Education and Popular Culture in Western Europe with Emphasis on the Low Countries. 3 Bände. Band 2. Brill, Leiden / Boston 2002, ISBN 90-04-53105-X, S. 765â815.
cite-note-1514. â Arthur Weststeijn: The Power of âPliant Stuffâ. Fables and Frankness in Seventeenth-Century Dutch Republicanism. In: Journal of the History of Ideas. Band 72, Nr. 1, 2011, S. 1â27.
cite-note-1615. â Eduard De Dene [Text], Marcus Gheeraerts [Radierungen]: De warachtighe fabulen der dieren. Pieter de Clerck , BrĂźgge 1567. Abgerufen am 31. März 2024 (niederländisch).
cite-note-1716. â Paul J. Smith: Landscape in Marcus Gheeraertsâs Fable Illustrations. In: Karl A.E. Enenkel, Walter Melion (Hrsg.): Landscape and the Visual Hermeneutics of Place, 1500â1700 (= Intersections. Band 75). Brill, Leiden / Boston 2021, ISBN 978-90-04-44040-1, S. 124â157.
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cite-note-1918. â Joost van den Vondel: Vorsteliicke Warande der dieren. Dirk Pietersz. Pers, Amsterdam 1617. Abgerufen am 31. März 2024 (niederländisch).
cite-note-2019. â Pierre Millot: Les Fables dâAesope traduites fidèlement du Grec avec un Choix de plusieurs autres Fables attribuĂŠes Ă Aesope par des Autheurs anciens. Joseph Tainturier, Bourg-en-Bresse 1646. Abgerufen am 31. März 2024 (franzĂśsisch).
cite-note-2120. â Jean de La Fontaine: Fables choisies, mises en vers. Denys Thierry, Paris 1668. Abgerufen am 31. März 2024 (franzĂśsisch).
cite-note-2221. â Vgl. Kristin Eichhorn: Die Kunst des moralischen Dichtens. Positionen der aufklärerischen Fabelpoetik im 18. Jahrhundert. WĂźrzburg 2013, S. 45 ff.
cite-note-2322. â Vgl. Eichhorn 2013, S. 103 ff.
cite-note-2423. â Walter Moers: Das EinhĂśrnchen, das rĂźckwärts leben wollte. 1. Auflage. Penguin Books, MĂźnchen 2024, ISBN 978-3-328-60342-9.
cite-note-2524. â R. Dithmar: Die Fabel. Paderborn 1971 (=UTB 73), S. 103â107.
cite-note-2625. â G.E. Lessing: Definition einer Fabel, Gebrauch von Tieren in einer Fabel (Z. 5â15), Leipzig 1774.
Zitat mit Ăbersetzung
cite-note-311-51. S. 12 Eduard De Dene (Text), Marcus Gheeraerts (Radierung): De warachtighe fabulen der dieren. Pieter de Clerck , BrĂźgge 1567, S. 12â13: Die Kuh und der Ochse: S. 12 âLedighe zinnen, / Veel quaets ghewinnen Prouer. 19. VAn alle quaet es ledicheyt moeder oft beghin / Brijnghe traechledich slapen in / Een ledighe ziele sal hongher lijden / Bemindt dan den slaep te gheene tijden / Op dat v aermoede niet en brijnghe in druck: / Want een ledighe handt naect ongheluck, / En zoo langhe ghy blijft in ledich ghemack, / Zieckte, aermoe, ghebreck schuulen onder v dack. Coe ende Osse. S. 13 EEn Coe staende te vettene int groene / Met eten en ligghen passeerde den tijt, / Daer den Osse moest slauen auendt en noene / Treckende den Plouch, en wasser yet te doene / Dat aerbeyt was, moest doen zonder respijt: / De Coe (zoo zy te stalle camen) dede hem verwijt / Dat hy was dâellendichste beeste vande stallen, / Ick ben (zey zy) weeldigher dan ghy zijt: / Wan ick ete en drijncke wel, en doen niet met allen. De Coe aldus ghevet zijnde, wiert ten eynde / Ghecoordt wech gheleedt om te slane ras / Den Osse dit ziende, alsdoen wel bekende / Dat hy (die hem tot slauen ghewende) / Veel gheluckigher dan het Coeyken was: / Ick blijue (zeyde hy tot haer) op dit pas / Leuende en fraey, al moet ick weelde deruen: / Maer ghy gaet steruen v en helpt wee noch gras, / Lieuer met aerbeyt leuen. dan weeldich steruen. / Insghelijcx varet oock met de gone / Die alderley weelden zijn ghewone / Zij meenen zoo blijuen, want om de doodt / (De welcke is der sonden eyghen zone) / Dijncken zij niet, al waert wel noodt: / Te wijlent eedt de Slaue gherustelick zijn broodt.â Deutsche Ăbersetzung: âUntätige Gedanken bringen viel Ăbel hervor. SprĂźche 19. Von allem Ăbel ist die Untätigkeit oft die Mutter oder der Anfang, bringt einen schwerfälligen Schlaf. Eine untätige Seele wird Hunger leiden, liebt dann den Schlaf zu keiner Zeit. Auf dass deine Armut keinen Druck bringe: Denn eine untätige Hand bringt UnglĂźck, und solange du in träger Bequemlichkeit verweilst, verbergen sich Krankheit, Armut und Mangel unter deinem Dach. Kuh und Ochse. Eine Kuh, die im GrĂźnen steht und sich mästet. Mit Essen und Liegen verging die Zeit, während der Ochse von morgens bis abends arbeiten musste, den Pflug ziehend, und es gab viel zu tun, die Arbeit musste er ohne Pause verrichten: Die Kuh (als beide zurĂźck in den Stall kamen) machte ihm Vorhaltungen, dass er das elendeste Tier im Stall sei: âIch binâ (sagte sie) âwohlhabender als Du: Denn ich esse und trinke gut, und tue gar nichts.â Die Kuh, da sie so gesprochen hatte, wurde schlieĂlich angebunden und weggefĂźhrt, um rasch geschlachtet zu werden. Als der Ochse das sah, erkannte er wohl, dass er (der zum Arbeiten gebraucht wurde) viel glĂźcklicher war als das KĂźhlein: âIch bleibe (sagte er zu ihr) auf diese Weise schĂśn am Leben, auch wenn ich an Wohlstand darben muss: Du aber wirst sterben und wirst weder Hilfe noch Gras haben.â Lieber mit Arbeit leben als wohlhabend sterben. Ebenso geschieht es auch mit denen, die allerlei Wohlstand gewohnt sind. Sie meinen, so bleibe es, denn an den Tod (der das eigene Gebiet der SĂźnden ist) denken sie nicht, auch wenn es nĂśtig wäre: Zuweilen isst der Sklave sein Brot ruhig.â